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Ehrenamt

Die Freiwillige Feuerwehr besteht, wie der Name schon sagt, aus ehrenamtlichen Helfern. Das bedeutet, Menschen opfern ihre Freizeit, um ihren Mitmenschen in Not zu helfen. Das tun wir jeden Tag im Jahr, bei Tag und in der Nacht. Manchmal schauen uns Mitbürger ungläubig an, aber es gibt doch die Berufsfeuerwehr? Das ist erst in Städten ab 100.000 Einwohner der Fall. Manche größere Städte und Gemeinden beschäftigen sogenannte Hauptamtliche Kräfte, um die freiwilligen von dem hohen Wartungs- und Verwaltungsaufwand zu entlasten. Das ist in Reinheim nicht so. Dafür unterstützen uns die Kollegen vom Ordnungsamt und Bauhof so gut sie können, da manches eben zur Hauptgeschäftszeit gemacht werden muss und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in der Regel berufstätig sind.

Bezahlung

Für den Fall, dass ein freiwilliger Feuerwehrmann seine berufliche Tätigkeit wegen eines Einsatzes unterbrechen muss, wird er ähnlich wie bei Krankheit weiter von seinem Arbeitgeber bezahlt, als ob der Feuerwehrmann bei der Arbeit gewesen wäre. Der Arbeitgeber kann sich dann das Gehalt von der Stadt Reinheim zurück zahlen lassen. Das ist gesetzlich so geregelt, weil einem Feuerwehrmann durch seine Tätigkeit keine beruflichen Nachteile entstehen dürfen. Ausbildung und Wartung jedoch muss in der Regel in der Freizeit erledigt werden.

Einrichtung der Stadt Reinheim

Die Freiwillige Feuerwehr Reinheim ist mit ihren fünf Stadtteilfeuerwehren eine Einrichtung der Stadt Reinheim, weil es zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehört, den Brandschutz sicher zu stellen. Das tut sie indem sie dem Hessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG) folgt und eine leistungsfähige Feuerwehr aufstellt und mit den notwendigen Mitteln unterhält.

Der erste Feuerwehrmann der Stadt ist unser Bürgermeister als Ordungsbehörde. Dieser delegiert seine Aufgabe in der Regel an den Stadtbrandinspektor, weil er die für diesen Job notwendige Ausbildung absolviert hat. Nichts desto trotz hat der Bürgermeister das letzte Wort, das ist vor allem dann wichtig, wenn im Einsatzfall besondere Entscheidungen getroffen werden müssen, die zum Beispiel die Stadt Reinheim finanziell in die Pflicht nehmen. Das kann die Unterbringung von Opfern sein.

Die Freiwillige Feuerwehr Reinheim Stadtteil Ueberau, so unsere korrekte Bezeichnung, ist also keine eigenständige Feuerwehr, sondern ein Teil der Reinheimer Gesamtfeuerwehr. Vor Ort wird der Stadtbrandinspektor durch die beiden Wehrführer vertreten. Die Jugendfeuerwehr, der Spielmannszug und die Ehren- und Altersabteilung sind übrigens aus rechtlichen Gründen Teil der Einrichtung Feuerwehr.

Verein

Viele Ueberauer Ortsbürger sind Fördermitglieder des Vereins "Freiwillige Feuerwehr Ueberau e.V." und somit nach dem SG1919 der zweitgrößte Verein in Ueberau. Der Feuerwehrverein besteht zu dem Zweck den Brandschutz in Ueberau zu fördern. Deshalb betriebt der Verein Öffentlichkeitsarbeit und übernimmt Kosten, die nicht originär zum Auftrag der Stadt gehören. Dazu gehört insbesondere die Förderung der Jugendarbeit, aber auch die Verbesserung der Ausrüstung oder auch mal so triviale Dinge wie Büroausstattung, Kaffeemaschine oder ähnliches. Zudem empfinden wir, dass unsere Fördermitglieder durch ihre Mitgliedschaft auch ihre Verbundenheit zur Feuerwehr ausdrücken, wofür wir uns recht herzlich bedanken. Unsere niedrig gehaltenen Beiträge soll es ermöglichen, dass jeder Mitglied sein kann und so unsere wichtige Arbeit unterstützt.

Kosten

Feuerwehrhäuser, Feuerwehrfahrzeuge, Ausrüstung, Kleidung, Wartung, Pflege und Schulung - das alles kostet Geld. Doch wo kommt dieses Geld her? So weist der Haushalt der Stadt Reinheim für das Jahr 2012 laufende Kosten von etwa 320.000 Euro auf, in denen bereits 120.000 Euro Abschreibung enthalten sind. Dazu kommen noch Aufwendungen des Landkreises für die überörtliche Hilfe (z.B. GABC-Zug oder Großtanklöschfahrzeuge) oder die Rettungsleitstelle in Dieburg. Weiter bezahlt das Land Hessen Zuschüsse für Feuerwehrhäuser oder Fahrzeuge an die Kommunen und ist verantwortlich für die Ausbildung. Alles in allem rechnet man mit ca. 30€/Jahr und Einwohner. Wenn man das mit seiner Brandversicherung vergleicht, stellt man fest, dass die Freiwilligen Feuerwehren eine sehr günstige Alternative sind und schon aus diesem Grund alles dafür getan werden sollte, diese zu erhalten. In Großstädten mit Berufsfeuerwehren sind nämlich der Großteil der Kosten die Bezüge der Feuerwehrbeamten und Angestellten.

Aus diesem Grund empfehlen wir so manchem Stammtisch seine Energie nicht in die Diskussion, ob den ein neues Feuerwehrfahrzeug sein muss oder nicht, lieber in das aktive Engagement bei der Feuerwehr zu investieren ;-)

Qualitätsziel

Laut Gesetz müssen die Feuerwehren in der Regel zu jeder Zeit innerhalb geschlossener Bebauungen innerhalb zehn Minuten wirksame Hilfe leisten. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass nach dem Notruf und die direkt folgende Alarmierung der nächsten Feuerwehr mindestens 6 Feuerwehrfrauen und Männer zum Feuerwehrhaus gefahren sind, sich umgezogen haben und mit dem Feuerwehrauto angekommen sind und die Erkundung der Situation beginnen. Durch die moderne Arbeitswelt, wo viele tagsüber nicht mehr vor Ort sind, wird es immer schwieriger diese Anforderung zu halten.