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Imagekampanie LFV Hessen

Katastrophenschutzverband bei der Verlegung. Quelle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-DieburgAuf (Übungs-)Anforderung sind rund 100 Kräfte verschiedener KatS-Einheiten aus dem Landkreis Darmstadt Dieburg und der Stadt Darmstadt vergangenes Wochenende (27.-29. Juni 2014) nach Frielendorf im Schwalm-Eder-Kreis angerückt. Auf Grund von großen Waldbränden in den Nordhessischen Wäldern wurde Landesalarm ausgelöst und Einheiten aus anderen Landkreisen angefordert. So das Szenario für die insgesamt drei Tage andauernde Großübung.

Es beteiligte sich auch der 19. ELZ (erweiterter Löschzug), so die Bezeichnung des Reinheimer Katastrophenschutzzuges, mit einer Teileinheit, die zusammen mit den Dieburger Kameraden wieder zu einem Zug ergänzt wurden. Das bietet zwei Vorteile: Die Zusammenarbeit auch mit weniger vertrauten Kameraden wird verbessert und die kommunalen Feuerwehren werden weniger stark belastet. Wenn notwendig, rückt natürlich der vollständige Zug aus. Das schöne daran, Dieburg und Reinheim beherbergen noch zwei alte LF16-TS, so dass sie sich den Spitznamen "Museumszug" gaben - was aber nicht bedeutet, dass er weniger leistungsfähig war als die Züge, die bereits mit den modernen LF10-KatS des Landes ausgerüstet sind.Einheitentafel Einsatzleitung. Quelle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg

Aufgabe war, zusammen mit einem zweiten Zug als Verband den Ortsrand von Frielendorf - Todenhausen vor der nahenden Flammenfront zu schützen. Zu diesem Zweck verlegte man eine über 1100m lange Schlauchleitung von einem Bach im Tal zur Einsatzstelle. Das ist insofern erwähnenswert, weil es mal etwas anders war, als der sonst übliche Tanklöschfahrzeug-Pendelbetrieb. Die Herausforderung wurde aber gemeistert und das Dorf konnte vor den fiktiven Flammen bewahrt werden. Andere Einheiten bekamen weitere Einsatzstellen rund um Todenhausen - es war auch für die dortige Bevölkerung ein Schauspiel, den so viel Feuerwehr auf einmal hat man  dort nicht alle Tage und entsprechend groß war das Interesse.

Die Nachrichten diesen Sommers haben wieder die Notwendigkeit des Katastrophenschutzes gezeigt, weil nach wie vor eine Zunahme der Extremwetterereignisse in Deutschland zu beobachten ist. So sind Unwetter mit Sturm und Starkregen,

aber auch lang anhaltende Dürren keine Seltenheit mehr. Durch Hochtechnologie und Dienstleistungsdenken auf der anderen Seite sinkt das Bewusstsein in der Bevölkerung, wie man mit derartigen Extremsituationen umgeht.

Die Flammenfront rückt näher. Qulle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-DieburgAus diesem Grund nimmt das Land Hessen die Ausrüstung im Katastrophenschutz sehr ernst und die Aufgabe als Feuerwehr der Ueberauer Bürgerinnen und Bürger ist es , für ausreichend und gut ausgebildetes Personal zu sorgen - wofür an diese Stelle geworben wird. Durch den Wegfall der Wehrpflicht wird es nämlich immer schwieriger, Kameraden für den Katastrophenschutz zu gewinnen. Das gilt auch für unsere Mitstreiter vom THW, Rotes Kreuz und all den anderen Hilfsorganisationen die im Katastrophenschutz mitwirken.

Natürlich durfte auch die Kameradschaftspflege nicht zu Kurz kommen - wir schlugen unser Lager in einer Schule auf, wo wir abends gemeinsam gegrillt haben und uns mit den Kameraden der Feuerwehren der Kreises und der Stadt Darmstadt austauschen konnten. In diese Lageratmosphäre gesellten sich auch die Kameraden aus dem Schwalm-Ederkreis, die diese Übung für uns vorbereitet und dargestellt haben, denen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen wird.

Bericht des Kreisfeuerwehrverbands (und noch mehr Bilder).

Einsatzauftrag Qulle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg

Der Verband (7 Fahrzeuge, ca. 40 Mann) übernimmt seinen Einsatzauftrag von der Einsatzleitung.

Verlegen der Langen Wegstrecke. Qulle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg

Reinheimer Einheiten beim Verlegen der Leitung

 

   Lange Wegstrecke. Quelle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg

Teil der über einen Kilometer langen Schlauchleitung

 Riegelstellung am Waldrand. Quelle: Kreisfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg

 Riegelstellung an der ca. 200m langen Front, wo der Wald an die Bebauung grenzt